Pressemitteilung „Augsburg in Bürgerhand“ vom 28.07.2026
hierzu habe ich einen Dringlichkeitsantrag für die nächste Stadtratssitzung eingebracht, die Bestellung von „Beauftragten“ von der Tagesordnung zu nehmen.
Die Regierungskoalition will in der Stadtratssitzung am 30.07.2026 neue Funktionen für folgende Themenbereiche schaffen:
- Inklusion und kulturelle Teilhabe
- Mittelstand und Wirtschaftsförderung
- Sport und Olympiabewerbung
- Start-ups und Gründerszene
- Ehrenamtliches Engagement
- Umwelt- und Klimaschutz
- Kinder, Jugend und Familie
Mit dieser geplanten Einführung von sieben „Beauftragten“ des Stadtrats schafft die Regierungskoalition neue politische Funktionen, die offensichtlich mit Mitgliedern ihrer eigenen Fraktionen besetzt werden sollen. Welchen konkreten Mehrwert haben diese neuen Ämter für die Bürgerinnen und Bürger Augsburgs?
Bis heute bleibt diese Antwort die Beschlussvorlage schuldig.
Die dort beschriebenen Aufgaben – Ansprechpartner sein, Bürgerkontakte pflegen, Interessen vertreten, Empfehlungen geben oder Maßnahmen anregen – gehören bereits heute zum Selbstverständnis und zu den gesetzlichen Aufgaben jedes einzelnen Stadtratsmitglieds. Dafür wurden alle Stadträtinnen und Stadträte gewählt.
Gleichzeitig verfügt Augsburg über eine leistungsfähige Stadtverwaltung mit berufsmäßigen Referenten und qualifizierten Fachämtern. Dort werden Strategien entwickelt, Projekte koordiniert, Bürgeranliegen bearbeitet und politische Entscheidungen vorbereitet. Es stellt sich daher die berechtigte Frage, welche Aufgaben künftig von den Beauftragten übernommen werden sollen, die nicht bereits heute von Stadtrat und Verwaltung wahrgenommen werden.
Besonders kritisch sehen wir, dass mit den neuen Funktionen eine um 30 Prozent höhere Aufwandsentschädigung verbunden ist. Eine solche Erhöhung muss nachvollziehbar begründet werden. Dazu gehören die Darlegung eines konkreten zusätzlichen Arbeitsaufwandes und eines erkennbaren Nutzens für die Stadt. Eine belastbare Begründung hierfür ist bislang nicht erkennbar.
Dass sämtliche Beauftragten offensichtlich aus den Reihen der Regierungskoalition kommen sollen, verstärkt den Eindruck, dass hier vor allem koalitionsinterne Funktionen geschaffen werden. Damit entsteht zwangsläufig die Frage, ob tatsächlich sachliche Erfordernisse oder vielmehr politische Erwägungen ausschlaggebend sind. Es erhebt sich die Frage, ob die neue Regierungskoalition mit Vergabe von Posten und Geld die Bindungskräfte in ihrem brüchigen Gefüge stärken möchte.
Dazu kommt: Gerade in Zeiten knapper kommunaler Haushalte erwarten die Bürgerinnen und Bürger einen sparsamen und transparenten Umgang mit öffentlichen Mitteln. Neue politische Funktionen und höhere Entschädigungen müssen deshalb besonders sorgfältig begründet werden. Angesichts der klammen Haushaltslage der Stadt Augsburg und der unnötigen Schaffung der Funktionen sind die anfallenden Kosten in der Gesamthöhe von 272.000 Euro durch nichts zu rechtfertigen.
Wir stellen deshalb folgende Fragen:
- Welche zusätzlichen Aufgaben übernehmen die Beauftragten konkret?
- Welche dieser Aufgaben werden bisher weder von den Stadtratsmitgliedern noch von den zuständigen Referaten wahrgenommen?
- Wie wurde der zusätzliche Aufwand ermittelt, der eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung um 30 Prozent rechtfertigen soll?
- Warum wurden genau diese sieben Themen ausgewählt?
- Nach welchen Kriterien wurden die Beauftragten bestimmt?
Diese Fragen richten sich nicht gegen einzelne Personen. Sie richten sich an die politische Entscheidung selbst.
Wer neue politische Ämter schafft, muss den Bürgerinnen und Bürgern erklären können, welchen konkreten Nutzen diese bringen. Gelingt das nicht, entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass parteipolitische Interessen wichtiger sind als der tatsächliche Bedarf der Stadt. Vertrauen wird verspielt und der Eindruck geschaffen, dass solche Entscheidungen nur getroffen werden, um die eigene Macht zu sichern.
Erstellt am 29. Juli 2026 von admin
Sieben neue Beauftragte – braucht Augsburg das wirklich?
Pressemitteilung „Augsburg in Bürgerhand“ vom 28.07.2026
hierzu habe ich einen Dringlichkeitsantrag für die nächste Stadtratssitzung eingebracht, die Bestellung von „Beauftragten“ von der Tagesordnung zu nehmen.
Die Regierungskoalition will in der Stadtratssitzung am 30.07.2026 neue Funktionen für folgende Themenbereiche schaffen:
Mit dieser geplanten Einführung von sieben „Beauftragten“ des Stadtrats schafft die Regierungskoalition neue politische Funktionen, die offensichtlich mit Mitgliedern ihrer eigenen Fraktionen besetzt werden sollen. Welchen konkreten Mehrwert haben diese neuen Ämter für die Bürgerinnen und Bürger Augsburgs?
Bis heute bleibt diese Antwort die Beschlussvorlage schuldig.
Die dort beschriebenen Aufgaben – Ansprechpartner sein, Bürgerkontakte pflegen, Interessen vertreten, Empfehlungen geben oder Maßnahmen anregen – gehören bereits heute zum Selbstverständnis und zu den gesetzlichen Aufgaben jedes einzelnen Stadtratsmitglieds. Dafür wurden alle Stadträtinnen und Stadträte gewählt.
Gleichzeitig verfügt Augsburg über eine leistungsfähige Stadtverwaltung mit berufsmäßigen Referenten und qualifizierten Fachämtern. Dort werden Strategien entwickelt, Projekte koordiniert, Bürgeranliegen bearbeitet und politische Entscheidungen vorbereitet. Es stellt sich daher die berechtigte Frage, welche Aufgaben künftig von den Beauftragten übernommen werden sollen, die nicht bereits heute von Stadtrat und Verwaltung wahrgenommen werden.
Besonders kritisch sehen wir, dass mit den neuen Funktionen eine um 30 Prozent höhere Aufwandsentschädigung verbunden ist. Eine solche Erhöhung muss nachvollziehbar begründet werden. Dazu gehören die Darlegung eines konkreten zusätzlichen Arbeitsaufwandes und eines erkennbaren Nutzens für die Stadt. Eine belastbare Begründung hierfür ist bislang nicht erkennbar.
Dass sämtliche Beauftragten offensichtlich aus den Reihen der Regierungskoalition kommen sollen, verstärkt den Eindruck, dass hier vor allem koalitionsinterne Funktionen geschaffen werden. Damit entsteht zwangsläufig die Frage, ob tatsächlich sachliche Erfordernisse oder vielmehr politische Erwägungen ausschlaggebend sind. Es erhebt sich die Frage, ob die neue Regierungskoalition mit Vergabe von Posten und Geld die Bindungskräfte in ihrem brüchigen Gefüge stärken möchte.
Dazu kommt: Gerade in Zeiten knapper kommunaler Haushalte erwarten die Bürgerinnen und Bürger einen sparsamen und transparenten Umgang mit öffentlichen Mitteln. Neue politische Funktionen und höhere Entschädigungen müssen deshalb besonders sorgfältig begründet werden. Angesichts der klammen Haushaltslage der Stadt Augsburg und der unnötigen Schaffung der Funktionen sind die anfallenden Kosten in der Gesamthöhe von 272.000 Euro durch nichts zu rechtfertigen.
Wir stellen deshalb folgende Fragen:
Diese Fragen richten sich nicht gegen einzelne Personen. Sie richten sich an die politische Entscheidung selbst.
Wer neue politische Ämter schafft, muss den Bürgerinnen und Bürgern erklären können, welchen konkreten Nutzen diese bringen. Gelingt das nicht, entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass parteipolitische Interessen wichtiger sind als der tatsächliche Bedarf der Stadt. Vertrauen wird verspielt und der Eindruck geschaffen, dass solche Entscheidungen nur getroffen werden, um die eigene Macht zu sichern.
Erstellt am 11. Mai 2026 von admin
Antrag zur Zweckentfremdungssatzung
Quelle: Antrag von Bruno Marcon, Stadtrat, 10.5.2026
Antrag zur Zweckentfremdungssatzung. Hier weiterlesen (PDF) …
Hier die dazugehörige Pressemitteilung.
Erstellt am 11. Mai 2026 von admin
Pressemitteilung: Petition fordert Zweckentfremdungssatzung
Quelle: Augsburg in Bürgerhand, Pressemitteilung vom 10. Mai 2026
„Bezahlbaren Wohnraum schützen – Wohnraum statt Airbnb und Leerstand.“
Augsburg in Bürgerhand e.V. hat auf der Plattform openPetition eine Petition zur Einführung einer Zweckentfremdungssatzung in Augsburg gestartet: openpetition.org/rgkkv
Die Petition richtet sich an den Stadtrat der Stadt Augsburg und fordert entschlossenes Handeln gegen Wohnraummangel, spekulativen Leerstand und die zunehmende Umwandlung von Wohnungen in Ferienunterkünfte.
„Die Lage auf dem Augsburger Wohnungsmarkt ist alarmierend. Immer mehr Menschen finden keinen bezahlbaren Wohnraum mehr. Wohnungen dürfen nicht länger Spekulationsobjekte sein“, erklärt der Verein.
Nach Auffassung der Initiatorinnen und Initiatoren verschärfen Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb sowie bewusst leerstehende Wohnungen die angespannte Situation zusätzlich. Besonders betroffen seien Familien, Studierende, Auszubildende, Alleinerziehende und Menschen mit mittlerem Einkommen.
Die Petition fordert daher:
Der Verein verweist darauf, dass mit dem Bayerischen Zweckentfremdungsgesetz bereits seit 2007 eine rechtliche Grundlage besteht. Städte wie München und Nürnberg würden entsprechende Satzungen seit Jahren erfolgreich einsetzen, um Wohnraum zu schützen und Fehlentwicklungen einzudämmen.
Auch in Augsburg sei das Thema bereits politisch diskutiert worden. Ein Antrag an den Augsburger Stadtrat zur Einführung einer Zweckentfremdungssatzung aus dem Jahr 2020 von Stadtrat Bruno Marcon eingereicht blieb bislang jedoch ohne Umsetzung. Jetzt hat er aktuell erneut einen Antrag für eine Zweckentfremdungssatzung in den Stadtrat eingebracht:
„Bezahlbarer Wohnraum ist eine Grundvoraussetzung für soziale Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wohnen ist keine Ware wie jede andere. Die Stadt Augsburg muss endlich Verantwortung übernehmen und handeln. Die neue Stadtregierung muss jetzt beweisen, dass sie ihren Versprechungen auch Taten folgen lässt“, so Marcon.
Die Petition kann hier unterzeichnet werden: openpetition.org/rgkkv
Antrag Zweckentfremdungssatzung
Erstellt am 13. Oktober 2025 von admin
3 Anträge zum Antonsviertel
Auf Anregung mehrerer Anwohner im Antonsviertel, im Rahmen meiner beiden Stadtteilgespräche, habe ich folgende drei Anträge eingereicht:
Erstellt am 30. September 2025 von admin
Bürgergespräch mit Stadtrat Bruno Marcon
Unsere Stadt – Unser Stadtteil: Antonsviertel
Stadtrat Bruno Marcon lädt zu einem Stadtteilgespräch ein
Antonsviertel: Samstag, 11. Oktober, 2025, 14:00 Uhr, Café Capresso, Gögginger Str. 90. Austausch mit den Bürgern vor Ort.
hier finden Sie den dazugehörigen Flyer mit allen Infos.
Bitte geben Sie die Termine an interessierte Menschen weiter.
Zuletzt aktualisiert: 23. September 2025 von admin
Bäume statt Asphalt
Flashmob vor der Stadtbücherei
Versiegelte Flächen öffnen – so heißt es im gemeinsamen Aufruf der im Bündnis „Aufbruch zur Klimastadt“ vereinigten Augsburger Umweltinitiativen.
Am Samstag, 27. September 2025 findet vor der Stadtbücherei Augsburg am Ernst-Reuter-Platz ab 12:00 Uhr eine Protestaktion des Klimabündnisses statt mit der Forderung, den versiegelten Platz, der ein Hitze-hot-spot Augsburgs ist, mit Bäumen und Grünflächen zu bepflanzen. Dazu werden Bürger befragt, die ihre Meinung zu einer Stadtbegrünung abgeben können.
Höhepunkt der Aktion sind Schauspielszenen, die das bekannte Klexs-Theater Augsburg aus seinem Programm „Baumgeflüster“ – mit Gesang und Live-Musik ab 12:15 Uhr, auf dem Platz präsentieren wird.
Nach der Protestaktion „Fuggeralle jetzt“ im Juli setzt das Bündnis seine Protestaktionen mit der Aktion vor der Stadtbücherei fort. Ziel ist es, gegenüber dem Versagen der Stadtpolitik, konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um tatsächliche Schritte hin zu einer Klimastadt zu verwirklichen.